29.03.2019 - 19:00

In seinem Vortrag „Mit dem Tauchroboter zu den UNESCO-Pfahlbauten“  

am 29. März 2019 um 19:00 Uhr im Schoss-Stadel in Keutschach am See

berichtet Marco Block-Berlitz über das Forschungsprojekt Archeonautic. Im Rahmen dieses Projektes werden 

auch die Pfahlbauten in Kärnten mit einem semiautonomen Tauchroboter untersucht und so die ca. 6000 Jahre alten 

archäologischen Reste dokumentiert.

Tag 9 in Weyregg – Nach der Doku ist vor dem Abtrag

3. Oktober 2017

Das Tauchteam hat es gestern geschafft, alles fertig für`s Foto zu machen. Besonders Boris wurde zum Held des Tages, da er gleich drei Tauchgänge unternommen hat. Henrik hat danach alles aufnehmen können. Er hat Fotos gemacht und natürlich die Videos für Structure from Motion. Heute werden wir uns bemühen, die riesigen Datenmengen, die dabei entstanden sind, an Ronny Wessling von Crazy Eye nach Wien zu senden. Das wird nicht ganz so einfach, weil wir natürlich die Rechner auch zum Arbeiten brauchen.

Die Taucher werden heute die Lage der liegenden Hölzer skizzieren und deren Schichtbezug nochmals überprüfen, nachdem nun alles so schön freiliegt. Dann müssen die L-Hölzer abgebaut werden, denn sonst kommen wir nicht weiter in die Tiefe. Am Vormittag werden wir heute sogar vier Taucher im Einsatz haben, weil neben Max, Gerd und Boris auch Henrik ins Wasser gehen wird.

Max und Gerd werden zunächst die herausstehenden Pfähle absägen, die sonst beim nächsten Arbeitsschritt verdrückt werden würden. Danach werden beide L-Hölzer bergen. Max wird einige der Schnüre des Quadrantennetzes wieder spannen, die gestern für das Foto entnommen wurden. Alle werden nicht wieder aufgespannt, weil es doch das Arbeiten recht behindert. Mit der reduzierten Variante sollten sich die Taucher noch ganz gut zurechtfinden können, wenn sie ihre Skizzen machen.

Natürlich muss das Tauchteam noch immer zügig arbeiten, aber die nun freiliegende unterste Kulturschicht sieht mehr als vielversprechend aus. Dementsprechend warten wir an Land auch schon gespannt, was uns da in den nächsten Tagen gebracht wird. Auf die Bergung eines Gefäßes, von dem wir noch nicht wissen, ob es nicht vielleicht sogar ein vollständiges ist, freuen wir uns besonders. Rand und Henkel sind vorhanden, wie viel noch – und ob überhaupt noch etwas – kann man noch nicht sehen. Wir hoffen, dass die Bergung gut funktioniert. Unsere Keramik ist ja leider recht empfindlich.

Zugehöriges Projekt


Forschungen in den Seeufersiedlungen in Attersee und...

Carmen Löw ist Archäologin und Kommunikationsexpertin. Im Kuratorium Pfahlbauten kümmert sie sich unter anderem um die Redaktion des Pfahlbauten-Weblogs.

Henkel und Rand eines Gefäßes in der Kulturschicht. (Bild: Kuratorium Pfahlbauten - Gerd Knepel)
Henkel und Rand eines Gefäßes in der Kulturschicht. (Bild: Kuratorium Pfahlbauten - Gerd Knepel)
Die Taucher mussten gestern ganz schön schuften, um rechtzeitig fertig zu werden. (Bild: Kuratorium Pfahlbauten - M. Westerkam)
Die Taucher mussten gestern ganz schön schuften, um rechtzeitig fertig zu werden. (Bild: Kuratorium Pfahlbauten - M. Westerkam)
Bootsführer Michael hat es heute nicht ganz so angenehm, denn anders als gestern ist es heute trüb und regnerisch am Attersee. (Bild: Kuratorium Pfahlbauten - G. Knepel)
Bootsführer Michael hat es heute nicht ganz so angenehm, denn anders als gestern ist es heute trüb und regnerisch am Attersee. (Bild: Kuratorium Pfahlbauten - G. Knepel)
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Das Kuratorium Pfahlbauten wurde im Jahr 2012 von Bund und Ländern ins Leben gerufen, um den österreichischen Teil des internationalen UNESCO-Welterbes „Prehistoric Pile Dwellings around the Alps“ stellvertretend für die Republik Österreich zu betreuen.

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