16.06.2018 (Ganztägig)

Im Europäischen Kulturerbejahr feiern Oberösterreich und Kärnten gemeinsam.

Am 16. Juni 2018 starten zeitgleich um 11.00Uhr vormittags in Keutschach am See und in Mondsee die beiden UNESCO-Welterbefeste zu Ehren der Pfahlbauten. 

Schutz

Die Auszeichnung eines Ortes als UNESCO-Weltkulturerbe stellt diesen unter den internationalen Schutz der UNESCO Welterbekonvention von 1972. Er wird Teil einer Reihe an Kultur- bzw. Naturerbestätten, deren Erhalt im gemeinsamen Interesse der Staatengemeinschaft dieser Erde liegt. Ein Weltkulturerbe muss für die Nachwelt erhalten bleiben!
Die Erhaltung und der Schutz der Pfahlbau-Welterbestätten ist somit die Hauptaufgabe des Kuratoriums Pfahlbauten. Aus diesem Grund wurde das Site Management Oberösterreich - Standort am Attersee - mit der regelmäßigen Kontrolle und Untersuchung des unter Wasser liegenden Welterbes beauftragt. 
Ziel des sogenannten Monitorrings ist es den heutigen Erhaltungszustand der Siedlungen zu dokumentieren, eine aktuelle Gefährdungsanalyse dieses UNESCO-Weltkulturerbes anzufertigen und Konzepte für Schutzmaßnahmen auszuarbeiten. 
Die regelmäßige Kontrolle der Welterbestätten hilft Umwelteinwirkungen auf die Fundstellen zu erfassen und Maßnahmen zu entwickeln, um deren zerstörerischen Auswirkungen entgegen zu arbeiten. Neben den durch natürliche Gegebenheiten verursachten Schäden, werden die Pfahlbauten auch durch menschliche Aktivitäten gefährdet. Uferverbauungen, Bootsverkehr oder illegales Tauchen und Absammeln in den Pfahlbaustationen bedeuten oftmals starke Beschädigungen an den fragilen Fundstellen und einen Verlust von wichtigen Informationen zu unserer Kulturgeschichte.
Bereits 2013 wurden zum Zwecke der langfristigen Beobachtung und zur Erstellung von Schutzprogrammen die archäologischen Untersuchungen an den Welterbestätten aufgenommen.
Neben der Betreuung der Welterbestätte wird das Kuratorium Pfahlbauten auch immer wieder in andere denkmalschützerische Projekte an unter Wasser liegenden Fundstellen mit einbezogen. Das Kuratorium Pfahlbauten stellt bei der Durchführung dieser Projekte gerne seine Erfahrung und MitarbeiterInnen zur Verfügung.

Projekte

Ausgrabung in Seewalchen I (Oktober 2015).

Forschungen in den Seeufersiedlungen in Attersee und Mondsee zur Vorbereitung der Landesausstellung Pfahlbauten in OÖ.
Das Projekt bearbeitet das am häufigensten auftrende Schutz-Problem an den Welterbestationen am Attersee - die Segelschiff-Bojen. Durch Zwischenbojen werden die zerstörerisch auf den Seeboden einwirkenden Bojenketten vom Grund gehoben und dadurch Schäden an archäologischen Resten aber auch der natürlichen Vegetation verhindert.
 
Projektleitung:
Mag. Henrik Pohl - Sitemanagement OÖ, Kuratorium Pfahlbauten
Projektzeitraum:
seit 2015
Unterwasserarchäologische Untersuchungen im Bereich der neuen Steganlage Seewalchen.
 
Projektleitung:
Mag. Henrik Pohl - Sitemanagement OÖ, Kuratorium Pfahlbauten
Projektzeitraum:
2014-2019
Die ehemalige Insel im Keutschacher See besitzt eine Sonderstellung zwischen den anderen Ufersiedlungen des UNESCO-Welterbes. Die Topografie der Untiefe stellt eine besondere Herausforderung für die Erhaltung der Pfahlbaustation da. Durch die internationale Betreuung des Welterbes können an die Situation angepasste Schutz-Maßnahmen gemeinsam mit einem großen Experten-Team entwickelt werden.
 
Projektleitung:
Mag. Henrik Pohl - Sitemanagement OÖ, Kuratorium Pfahlbauten
Projektzeitraum:
fortlaufend
Regelmäßige Kontrolle der Welterbestation Abtsdorf I. Berichtserstellung für das Bundesdenkmalamt OÖ und den UNESCO-Report.
 
Projektleitung: 
Mag. Henrik Pohl - Sitemanagement OÖ, Kuratorium Pfahlbauten
Projektzeitraum: 
fortlaufend

Für die Station Abtsdorf III lässt sich ein sehr guter Erhaltungszustand bescheinigen, problematisch sind jedoch zahlreiche Bojenkrater. Die Eisenketten der Segelbojen brechen hier durch die schützenden Deckschichten und zerstören prähsitorische Kulturschichten. Dieser Umstand konnte auch in den Welterebestationen Abtsdorf I und Litzlberg Süd beobachtet werden.

Projektleitung:
Mag. Henrik Pohl - Sitemanagement OÖ, Kuratorium Pfahlbauten
Projektzeitraum:
fortlaufend

Als eine der Stationen des UNESCO-Welterbes „Prähistorischen Pfahlbauten um die Alpen“ ist eine regelmäßige Zustandskontrolle der Seeufersiedlung Litzlberg Süd notwendig. Die Besichtigungen sollen den Schutz des Welterbes gewährleisten. 
 
Projektleitung:
Mag. Henrik Pohl - Sitemanagement OÖ, Kuratorium Pfahlbauten
Projektzeitraum:
fortlaufend
Die Prospektionskampagnen des Kuratoriums Pfahlbauten beabsichtigen ein Monitoring zur Langzeitkontrolle der Unterwasserdenkmale mit standardisierten Methoden aufzubauen. Ziel ist es, weitere Erkenntnisse über die urgeschichtlichen Siedlungen zu gewinnen, sowie möglichst schnell eine aktuelle Gefährdungsanalyse der bedrohten UNESCO-Weltkulturerbestätten anzufertigen, um Schutzmaßnahmen einleiten zu können. 
 
Projektleitung:
Mag. Henrik Pohl - Sitemanagement OÖ, Kuratorium Pfahlbauten
Projektzeitraum:
fortlaufend

Fördergeber

 
Das Kuratorium Pfahlbauten wurde im Jahr 2012 von Bund und Ländern ins Leben gerufen, um den österreichischen Teil des internationalen UNESCO-Welterbes „Prehistoric Pile Dwellings around the Alps“ stellvertretend für die Republik Österreich zu betreuen.

Die Fördergeber sind:

Partner und Sponsoren

   
Das UNESCO-Welterbe „Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen“ wird unterstützt durch: