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Mooswinkel 2020 - Das Grabungsteam verabschiedet sich

1. Oktober 2020

Kaum begonnen, ist die Unterwasser-Ausgrabung in Mooswinkel auch schon wieder vorbei. Die diesjährige Mannschaft im Projekt Zeitensprung war auf ein kleines Stammteam zusammengeschrumpft. COVID-19 und der diesjährige Forschungsplan machten es notwendig die Unterwasser-Ausgrabung 2020 im Projekt Zeitensprung mit einem kleinen, aber feinen Team umzusetzen. Wir konnten unser gesetztes Ziel erreichen und verabschieden uns mit einer kurzen Teamvorstellung.

Unter Wasser waren dieses Jahr wieder die Forschungstaucher*innen, Esther Unterweger und Markus Hochhold, gemeinsam mit der Grabungsleitung Henrik Pohl und Helena Seidl da Fonseca dabei. Sie werden im Anschluss noch weitertauchen und das Monitoring der UNESCO-Welterbestätten in Österreich und die Untersuchung einer eisenzeitlichen Pfahlbaustation im Traunsee gemeinsam mit der Universität Innsbruck durchführen.

Verabschieden müssen wir heute unseren Bootsführer und Kapitän, Michael Westerkam, sowie unsere Kolleg*innen aus der Fundverwaltung Doris Jetzinger, Florian Ostrowski und Samuel Hageneder. Sie waren für die Erstversorgung der Funde vor Ort zuständig und schlämmten die Fundsäcke der Taucher*innen. Nun kommt das gesamte Fund- und Probenmaterial zu den Konservatorinnen Susanne Heimel  und Heike Rührig von der OÖ Kultur GmbH, welche vor allem weitere konservatorische und restauratorische Maßnahmen an den Funden in Leonding übernehmen.

Wir freuen uns, dass alle dieses Jahr dabei sein konnten und verabschieden uns auch von der Pfahlbaustation Mooswinkel. Unsere Taucher*innen ziehen nun weiter und gehen motiviert in das jährliche Monitoring der UNESCO-Welterbestätten am Mondsee und Attersee (05.-16.10.2020), sowie in die weiteren Forschungen am Traunsee (19.-23.10.2020) in OÖ. Der letzte Halt unserer diesjährigen Tauchkampagnen ist die Kontrolle der Welterbestätte im Keutschacher See in Kärnten (26.10. – 08.11.2020).

Zugehöriges Projekt


Forschungen in den Seeufersiedlungen in Attersee und...

Helena Seidl da Fonseca arbeitet seit 2012 beim Kuratorium Pfahlbauten. Sie ist ausgebildete Forschungstaucherin und Grabungsleiterin im Forschungsprojekt Zeitensprung.

Susanne Heimel hat an der Universität für angewandte Kunst Wien den Studiengang Obejektrestaurierung absolviert und sich auf die Konservierung archäologischer Funde spezialisiert. Seit Ende 2014 betruet sie als freiberufliche Restauratorin in der OÖ Kultur GmbH das Projekt Zeitensprung mit und ist dort insbesondere am Aufbau einer Konservierungseinheit für Nassorganik beteiligt. © Kuratorium Pfahlbauten
Das Grabungsteam von Mooswinkel 2020. ©Kuratorium Pfahlbauten
Henrik Pohl bildet gemeinsam mit Helena Seidl da Fonseca die Grabungsleitung der Ausgrabungen im Zeitensprung Projekt. Er studierte Klassische Archäologie und Ur- und Frühgeschichte in Rostock und in Wien. Seit 20 Jahre ist er in verschiedenen Bereichen der Unterwasserarchäologie tätig. Seit 2013 betreut er als Site Manager des Kuratorium Pfahlbauten das UNESCO Welterbe Prähistorische Pfahlbauten in Oberösterreich. ©Kuratorium Pfahlbauten
Henrik Pohl bildet gemeinsam mit Helena Seidl da Fonseca die Grabungsleitung der Ausgrabungen im Zeitensprung Projekt. Sie ist Forschungstaucherin und studierte an der Universität Wien Ur- und Frühgeschichte. Seit 2012 arbeitet sie im Kuratorium Pfahlbauten, wo sie seit kurzem auch die stellvertretende Geschäftsführung innehat.©Kuratorium Pfahlbauten
Michael Westerkam studierte Klassische Archäologie an der Universität Wien. Er kommt ursprünglich aus Vöcklabruck und kennt den Attersee seit frühester Kindheit. Er hat im Zuge seiner Mitarbeit im Zeitensprung-Projekt seinen Bootsführerschein gemacht und Ist nun bereits seit 2017 unser verlässlicher Bootsführer. © Kuratorium Pfahlbauten
Markus Hochhold ist Archäologe und Forschungstaucher. Er hat 2016 sein Doktoratsstudium am Institust für Urgeschichte und historische Archäologie an der Universität Wien und die Ausbildung zum archäologischen Forschungstaucher in Konstanz am Bodensee abgeschlossen. Seit 2017 nimmt er an den Monitoring-Maßnahmen und Unterwasser-Ausgrabungen des Kuratorium Pfahlbauten teil. © Kuratorium Pfahlbauten
Doris Jetzinger studiert Urgeschichte und historische Archäologie an der Universität Wien im Masterstudium. Im MOment arbeitet und schreibt sie an ihrer Masterarbeit über Kinder- und Siedlungsbestattungen der mittelneolithischen Lengyel-Kultur. Sie ist dieses Jahr hauptverantwortlich für die Fundverwaltung und Erstversorgung der Funde. © Kuratorium Pfahlbauten
Samuel Hageneder studiert Urgeschichte und historische Archäologie an der Universität Wien im Masterstudium. Über seine Bachelorarbeit zu einem frühmittelalterlichen Gräberfeld aus seiner Nachbarortschaft ist er an die OÖ Kultur GmbH gekommen. Seit 2019 unterstützt er auch das Zeitensprung Team bei den Augrabungen in Mooswinkel. © Kuratorium Pfahlbauten
Florian Ostrowski unterstützt das Grabungsteam von Zeitensprung seit der ersten Grabungskampagne 2015. Er studierte Geschichte und Archäologie und arbeitet nun an seinem Doktor in Geschichte. © Kuratorium Pfahlbauten
Esther Unterweger hat Provinzialarchäologie in Graz und Unterwasserarchäologie in Southhampton (UK) studiert. Bis Ende 2015 hat sie bei internationalen unterwasserarchäologischen Projekten in Spanien, Oman, England und Kroatien teilgenommen. Seit März 2016 unterstützt sie das Kuratorium Pfahlbauten beim Monitoring und seit 2017 arbeitet sie auch im Projekt Zeitensprung mit. © Kuratorium Pfahlbauten
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Fördergeber

 
Das Kuratorium Pfahlbauten wurde im Jahr 2012 von Bund und Ländern ins Leben gerufen, um den österreichischen Teil des internationalen UNESCO-Welterbes „Prehistoric Pile Dwellings around the Alps“ stellvertretend für die Republik Österreich zu betreuen.

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Das UNESCO-Welterbe „Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen“ wird unterstützt durch: