18.04.2021 - 13:00

Am 1. Österreichischen Welterbetag geht das Kuratorium Pfahlbauten live auf Sendung - im Pfahlbau-TV!

Wildobst und Wildfrüchte der Stein- und Bronzezeit

Wildobst und Wildfrüchte der Stein- und Bronzezeit

Preisträger „Die Brennnessel 2019“ 

Auf dem Gelände des Mitmachmuseums wissens.wert.welt in Klagenfurt erweitert das Kuratorium Pfahlbauten den angelegten Pfahlbaugarten – gemeinsam mit den Projektpartnern Landeshauptstadt Klagenfurt, Bildungscampus#Süd, Projekt Gartenkinder und der wissens.wert.welt. Zusammen mit den Schüler*innen des Bildungscampus#Süd entfernen wir die Bodenversiegelung und pflanzen historische Wildobst- und Wildfruchtsorten, die Menschen in der Stein- und Bronzezeit gegessen und genutzt haben. Das Projekt vermittelt jungen Menschen Wissen über Geschichte und Natur und hilft, alte Pflanzensorten zu bewahren und zu rekultivieren. 

Das Besondere an diesem Projekt ist die Verbindung von Natur und Geschichte – anschaulich und begreifbar. Wir zeigen, wie es früher war und eröffnen Blickwinkel in eine mögliche Zukunft. Wir pflanzen Sorten, die von Pfahlbauern*innen für ihre Ernährung genutzt wurden. Wir schützen alte Wildobst- und Wildfruchtsorten (Holzapfel, Sanddorn, Kornelkirsche, Sauerdorn etc.). 

Das Projekt erweitert das Verständnis für den natürlichen Kreislauf im Garten und fördert den Wiederanbau und die Nutzung von Wildobst- und Wildfruchtsorten. Außerdem vermittelt es Kenntnisse über das UNESCO-Welterbes Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen.

Stolz sind wir auf die breite Projektpartner-Allianz (Landeshauptstadt Klagenfurt, Bildungscampus#Süd, Projekt Gartenkinder, wissens.wert.welt), die eine gute Akzeptanz garantiert.

Brennnesselpreisträger 2019

Das Projekt „Wildobst und Wildfrüchte der Stein- und Bronzezeit“ ist einer der Preisträger*innen des größten heimischen Naturschutzpreises „Die Brennnessel“ 2019“. Mit dem Preisgeld kann das Projekt umgesetzt und der Pfahlbaugarten auf 2000 Quadratmeter erweitert werden.
Blühendes Österreich, die gemeinnützige Privatstiftung der REWE International AG, hat die Brennnessel 2017 ins Leben gerufen. Die Kooperationspartner sind ADEG und der Österreichische Gemeindebund. 

Mit der Umsetzung sollte bereits im Frühjahr 2020 begonnen werden. Wir hatten auch schon alles vorbereitet, dann musste das Projekt wegen dem Coronavirus verschoben werden. Aber im Frühjahr 2021 geht es endlich los! Mit den Vorarbeiten wurden bereits begonnen. 

Über das Projekt wird regelmäßig im Pfahlbauten-Blog berichtet. 

Motivation 

Kindern und Jugendlichen im urbanen Raum wird Natur als Grundlage des Lebens und der Ernährung wieder anSCHAUlich und beGREIFbar nahe gebracht. Alte Sorten werden geschützt und rekultiviert. Zugleich wird Bewusstsein für Geschichte geschaffen, damit die Zukunft ihre Gestaltungsoffenheit bewahrt. 

Ziele

  • Die Schüler*innen des Bildungscampus#Süd haben grundlegendes Wissen über naturnahe Ernährung im natürlichen Kreislauf von Aussaat und Ernte und über das UNESCO-Weltkulturerbe Pfahlbauten. 
  • Die Klagenfurter Bevölkerung erkennt die Bedeutung von naturnahen Rückzugsorten im urbanen Raum.
  • Die Biodiversität im urbanen Raum ist gesteigert, Tiere erhalten einen Rückzugsort.

Aktivitäten auf dem Gelände des Pfahlbaugartens

  • Entfernung der Versiegelung durch Bodenaustausch
  • Pflanzen von Wildobst in Baum- und Strauchform 
  • Ausbau der bereits vorhanden Hecken als Rückzugsgebiet und Nahrungsgrundlage für Hasen, Fasane, heimische Singvögel und Insekten. 
  • Ansaat von Urgetreide und Anlegen einer Blumenwiese
  • Gemeinsame Arbeit der Schüler*innen im Garten 
  • Workshop mit Experimentalarchäolog*innen im Garten 

Projektpaterner*innen

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Fördergeber

 
Das Kuratorium Pfahlbauten wurde im Jahr 2012 von Bund und Ländern ins Leben gerufen, um den österreichischen Teil des internationalen UNESCO-Welterbes „Prehistoric Pile Dwellings around the Alps“ stellvertretend für die Republik Österreich zu betreuen.

Die Fördergeber sind:

Partner und Sponsoren

   
Das UNESCO-Welterbe „Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen“ wird unterstützt durch: