16.06.2018 (Ganztägig)

Im Europäischen Kulturerbejahr feiern Oberösterreich und Kärnten gemeinsam.

Am 16. Juni 2018 starten zeitgleich um 11.00Uhr vormittags in Keutschach am See und in Mondsee die beiden UNESCO-Welterbefeste zu Ehren der Pfahlbauten. 

Doing Welterbe - Welterbe begreifen

SchülerInnen in Oberösterreich und Kärnten gestalten und entwickeln gemeinsam mit ForscherInnen das UNESCO-Welterbe Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen.
Im UNESCO-Weltkulturerbe nimmt die Materialität eine zentrale Stellung ein. Objekte sind dabei wichtige Träger von Bedeutung, Projektionsfläche und Identifikationsmöglichkeit können als Auslöser von Erinnerungen oder anderen Formen der Gleichsetzung und Zugehörigkeit fungieren (z.B. ein sich „Hineinversetzen“ - „Übernehmen“ - „Nachahmen“ - „Gleichsetzen“).
Im Rahmen des Projektes dienen ausgesuchte archäologische Objekte der urgeschichtlichen Pfahlbaukulturen als gemeinsames Element des Gesprächs, der Interpretation und als Bindeglied zu einem ehemals lokalen Kulturerbe - den unter Wasser verborgenen Pfahlbauten in Oberösterreich und Kärnten, dass seit 2011 zum UNESCO-Welterbe erhoben wurde. Dabei werden die unterschiedlichen Bedeutungsebenen der Objekte für die GesprächspartnerInnen herausgearbeitet und untersucht, wie Welterbe lokal bzw. praktisch hergestellt wird. Die spezifischen Akteure verfügen über jeweils "situiertes Wissen", das von der sozialen Verortung der Person und ihrem gesellschaftlichen Kontext abhängt. (Referenz folgt) Über die Objekte und die Erzählungen, die an die Objekte gebunden sind, wird eine Materialität eines „unsichtbaren“ Welterbes erzeugt und als Kollektion dokumentiert.

Im Projekt „Doing World Heritage“ werden die SchülerInnen in die Grundlagen von qualitativer empirischer Forschung eingeführt und erarbeiten gemeinsam mit den WissenschaftlerInnen ein Repositorium an lokalem und überregionalen Wissen und Objektdaten. In einer gemeinsamen Auswertung dieser Informationen entstehen neue Objektinterpretationen und Narrative. Mithilfe von formgebenden, dreidimensionalen Techniken (3D-Drucker als „Welterbemaschine“) kommt es zu einer intensiven Auseinandersetzung mit Authentizität und Integrität von Kultur und der Selbstwahrnehmung („Mensch und Kulturerbe werden objektiviert“). Der Prozess und die Ergebnisse werden gemeinsam vorgestellt und Produkte (Open-Content-Lizenz) für die Vermittlung des Welterbes generiert. 

 
 
Partner: Naturhistorisches Museum Wien; Universität Wien/Inst. für Europäische Ethnologie, Kuratorium Pfahlbauten, Universität Salzburg - UNESCO-LEHRSTUHL „KULTURELLES ERBE UND TOURISMUS“; Kinderbüro Universität Wien, Landesmuseum Oberösterreich, Landesmuseum Kärnten, Atterwiki; Otelo; Happy Lab
 
Fördergeber: Sparkling Science 
 
 

Fördergeber

 
Das Kuratorium Pfahlbauten wurde im Jahr 2012 von Bund und Ländern ins Leben gerufen, um den österreichischen Teil des internationalen UNESCO-Welterbes „Prehistoric Pile Dwellings around the Alps“ stellvertretend für die Republik Österreich zu betreuen.

Die Fördergeber sind:

Partner und Sponsoren

   
Das UNESCO-Welterbe „Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen“ wird unterstützt durch: