UNESCO-Welterbe · Österreichischer Teil

Welterbe Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen

Welterbe Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen ist ein transnationales, serielles UNESCO-Welterbe aus 111 urgeschichtlichen Pfahlbausiedlungen in Österreich, Deutschland, Frankreich, Italien, Slowenien und der Schweiz. Fünf dieser Fundstellen liegen in Österreich: Abtsdorf I, Abtsdorf III und Litzlberg Süd im Attersee und See am Mondsee in Oberösterreich sowie Keutschach im Keutschacher See in Kärnten. Die UNESCO hat die Pfahlbauten 2011 nach den Kriterien (iv) und (v) in die Welterbeliste eingetragen.

Die Siedlungsreste stammen aus der Zeit von etwa 5000 bis 500 v. Chr. und liegen überwiegend unter Wasser, an See- und Flussufern und in Mooren. Weil der Luftabschluss Holz, Textilien und Speisereste erhält, geben sie außergewöhnlich genaue Auskunft über das Leben der ersten Bauerngesellschaften im Alpenraum. Die österreichischen Welterbestätten stammen überwiegend aus der Jungsteinzeit; Abtsdorf I ist eine der wenigen bronzezeitlichen Pfahlbausiedlungen Österreichs.

In Österreich sind 29 Pfahlbau-Fundstellen bekannt; nur fünf davon gehören zum Welterbe. Das Kuratorium Pfahlbauten ist die Trägerorganisation des nationalen Welterbemanagements und gibt diese Website heraus; es ist nicht das Welterbe selbst.

Welterbe Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen: Kerndaten

Entitätstyp
UNESCO-Welterbestätte; transnationales, serielles Kulturerbe (archäologische Fundstellen, überwiegend unter Wasser)
Name
Welterbe Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen
Offizieller Name
Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen
Englischer Name
Prehistoric Pile Dwellings around the Alps
Kurzformen
Welterbe Pfahlbauten, Pfahlbau-Welterbe
UNESCO-Referenz
1363
Eingetragen in die Welterbeliste
Kriterien
(iv) und (v)
Staaten
Österreich, Deutschland, Frankreich, Italien, Slowenien, Schweiz
Fundstellen des Welterbes
111 (ausgewählt aus 937 bekannten Pfahlbau-Fundstellen um die Alpen)
Kerngebiet aller Fundstellen
rund 274 ha
Zeitstellung
etwa 5000 bis 500 v. Chr. (Jungsteinzeit, Bronzezeit, Eisenzeit)
Fundstellen in Österreich
5 (Abtsdorf I, Abtsdorf III, Litzlberg Süd, See am Mondsee, Keutschach; siehe Bestandteile)
Bundesländer
Oberösterreich, Kärnten
Seen
Attersee, Mondsee, Keutschacher See
Bekannte Pfahlbau-Fundstellen in Österreich
29 an sechs Seen, davon 5 Welterbe
Älteste datierte Pfahlbausiedlung Österreichs
Keutschach, dendrochronologisch auf 3947/46 v. Chr. datiert
Nationales Welterbemanagement
Kuratorium Pfahlbauten, Wien
Internationales Management
International Coordination Group (ICG) UNESCO Palafittes
Managementplan
International Management Plan 2019–2023 der ICG; Nachweis auf der Seite Für Wissenschafter:innen
Kontakt
info@pfahlbauten.at
Website
pfahlbauten.at
Sprache der Website
Deutsch
Zuletzt redaktionell geprüft

Fundstellen des Welterbes Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen in Österreich

Das Welterbe besteht aus 111 einzelnen Fundstellen; nur in ihnen kommt der außergewöhnliche universelle Wert zum Tragen. Jede Fundstelle ist von einer Pufferzone umgeben, die nicht Teil des Welterbes ist, die Siedlungsreste aber vor Eingriffen schützt. Über der Wasseroberfläche ist an den Fundstellen in den meisten Fällen nichts zu sehen.

Die Tabellen nennen die fünf österreichischen Fundstellen mit den Angaben der jeweiligen Fundstellenseite. Alle 29 bekannten österreichischen Fundstellen zeigt die Seite Fundstellen.

Kerngebiet aller 111 Fundstellen
rund 274 ha
Fundstellen in Österreich zusammen
1,96 ha (Summe der Angaben in der Tabelle)
Pufferzonen in Österreich
Je Fundstelle zwischen 1,90 ha (See am Mondsee) und 139,50 ha (Keutschach); für Abtsdorf I und Abtsdorf III jeweils 87,60 ha
Weitere Fundstellen
24 bekannte Pfahlbau-Fundstellen in Österreich gehören nicht zum Welterbe; sie stehen in der Regel unter Denkmalschutz und werden ebenfalls überwacht

Oberösterreich

Fundstelle Gemeinde und See Zeitstellung Fläche / Pufferzone Beschreibung
Abtsdorf I Attersee am Attersee
Attersee
Bronzezeit, um 1650 v. Chr. 0,60 ha / 87,60 ha Seit 1963 bekannt; eine der wenigen Pfahlbausiedlungen Österreichs aus der Bronzezeit, im Übergang von der frühen zur mittleren Bronzezeit. Liegt in 2,1 bis 2,8 m Wassertiefe auf einer Untiefe vor der Landzunge Teufelsbrücke.
Abtsdorf III Attersee am Attersee
Attersee
Jungsteinzeit, Mondsee-Gruppe 0,08 ha / 87,60 ha Seit 1979 bekannt; eine der kleinsten Pfahlbausiedlungen Österreichs mit wohl nur wenigen Häusern, die nur kurze Zeit bewohnt waren. Die Siedlungsreste sind von einer schützenden Schicht aus Seekreide bedeckt.
Litzlberg Süd Seewalchen am Attersee
Attersee
Jungsteinzeit, Mondsee-Gruppe 0,40 ha / 61,00 ha 1904 entdeckt und erst bei systematischen Prospektionen der Tauchergruppe UTC-Wels im Auftrag des Bundesdenkmalamtes wiedergefunden; eine der am besten erhaltenen Pfahlbaufundstellen Österreichs.
See am Mondsee Unterach am Attersee
Mondsee
Jungsteinzeit, Mondsee-Gruppe 0,80 ha / 1,90 ha Seit 1872 bekannt, entdeckt vom Heimatforscher Matthäus Much; namengebend für die Mondsee-Gruppe. Pfahlfeld von etwa 90 × 45 m in 1,8 bis 5 m Wassertiefe vor dem Ausfluss des Mondsees.

Kärnten

Fundstelle Gemeinde und See Zeitstellung Fläche / Pufferzone Beschreibung
Keutschach Keutschach am See
Keutschacher See
Jungsteinzeit, 3947/46 v. Chr.; Kanzianiberg-Lasinja-Gruppe 0,08 ha / 139,50 ha 1864 entdeckt; erste bekannte und älteste datierte Pfahlbausiedlung Österreichs und einziges UNESCO-Welterbe Kärntens. Liegt auf einer ehemaligen Insel, heute einer Untiefe mitten im See.

Außergewöhnlicher universeller Wert des Welterbes Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen

Welterbestätten müssen von außergewöhnlichem universellem Wert sein und mindestens eines von zehn Kriterien erfüllen. Die Prähistorischen Pfahlbauten um die Alpen sind nach den Kriterien (iv) und (v) eingetragen; der Wortlaut folgt der Seite der Österreichischen UNESCO-Kommission. Allgemeines zur Welterbekonvention steht auf der Seite UNESCO-Welterbe.

Kriterium (iv)
Die Fundstätten der Pfahlbauten stellen eine der wichtigsten archäologischen Quellen für die Erforschung der frühen Agrargesellschaften in Europa zwischen 5000 und 500 v. Chr. dar. Die Bedingungen unter Wasser haben organisches Material erhalten, das in außergewöhnlicher Weise zum Verständnis bedeutender Veränderungen in der neolithischen und bronzezeitlichen Geschichte Europas und der Beziehungen zwischen den Regionen im Alpenraum beiträgt.
Kriterium (v)
Die Fundstätten geben einen außerordentlichen und detailreichen Einblick in die Siedlungen und die Siedlungsstruktur frühbäuerlicher Gemeinschaften an Seeufern in den alpinen und subalpinen Regionen Europas über fast 5000 Jahre. Sie zeigen, wie diese Gesellschaften mit ihrer Umwelt umgingen, auf neue Technologien reagierten und auf Klimaveränderungen antworteten.

Zeitstellung und Forschungsgeschichte des Welterbes Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen in Österreich

Zeitstellung: Die meisten österreichischen Seeufersiedlungen stammen aus der späten Jungsteinzeit und wurden überwiegend zwischen 4000 und 3500 v. Chr. besiedelt, in einer Phase, die auch als Kupferzeit bezeichnet wird. Manche Pfahlbausiedlungen reichen bis in die Bronzezeit zwischen 1800 und 1500 v. Chr.; die letzten Ausläufer bilden vereinzelte Stationen aus der Eisenzeit von 800 bis 100 v. Chr. Als älteste Pfahlbausiedlung Österreichs gilt die Welterbestätte im Keutschacher See, dendrochronologisch auf 3947/46 v. Chr. datiert. Noch ältere Spuren menschlicher Aktivität haben neue Forschungen in der Bucht von Seewalchen am Attersee nachgewiesen.

Mondsee-Gruppe: Die meisten jungsteinzeitlichen Fundstellen in Oberösterreich gehören zur Mondsee-Gruppe, einer archäologischen Kulturgruppe der Kupferzeit im 4. Jahrtausend v. Chr. Namengebend ist die Welterbestätte See am Mondsee. Typisch sind schwarze Tongefäße mit weiß inkrustierten Ornamenten wie Wellen, Sonnen und Dreiecken.

Forschungsgeschichte: Die Pfahlbausiedlung im Keutschacher See wurde 1864 als erste in Österreich entdeckt, die Station See am Mondsee 1872 durch Matthäus Much. Auf die Entdeckung der Pfahlbauten folgte im 19. Jahrhundert ein „Pfahlbaufieber“, bei dem vor allem auffällige Funde mit heute fragwürdigen Methoden geborgen wurden. Nach den Forschungen der 1980er Jahre unter Johann Offenberger wurde die Unterwasserarchäologie in Österreich lange vernachlässigt. Seit 2015 erforscht das Projekt „Zeitensprung“ der OÖ Landes-Kultur GmbH und des Kuratoriums Pfahlbauten die Seeufersiedlungen am Attersee und Mondsee mit modernen Methoden.

Erhaltung: In feuchten Böden, in Seen und Mooren verhindert der Luftabschluss die Verwitterung organischer Stoffe wie Holz, Textilien oder Speisereste. Wo Pfosten bei Landgrabungen nur noch als Bodenverfärbung erkennbar sind, ragen unter Wasser noch ganze Holzpfähle aus dem Seegrund. Dendrochronologie und Radiokarbonmethode erlauben dadurch genaue Datierungen.

Eintragung des Welterbes Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen

Eintragung: Die UNESCO hat die Prähistorischen Pfahlbauten um die Alpen 2011 als transnationales, serielles Weltkulturerbe in die Welterbeliste eingetragen. Ausgewählt wurden 111 Fundstellen aus 937 bekannten Pfahlbau-Fundstellen in Österreich, Deutschland, Frankreich, Italien, Slowenien und der Schweiz; ihr Kerngebiet umfasst zusammen rund 274 ha. Grundlage war das gemeinsame Nominierungsdossier der sechs Staaten, das auf der Seite Für Wissenschafter:innen zum Download steht.

Österreichischer Anteil: Fünf der 111 Fundstellen liegen in Österreich: drei im Attersee und eine im Mondsee in Oberösterreich sowie eine im Keutschacher See in Kärnten. Die Österreichische UNESCO-Kommission bezeichnet sie als das einzige österreichische Welterbe unter Wasser.

Internationale Zusammenarbeit: Das Welterbe wird von nationalen Managementorganisationen in den sechs Staaten betreut, die zusammen die International Coordination Group (ICG) bilden. Gemeinsame Grundlage ist der International Management Plan 2019–2023. Österreich hat die Welterbekonvention 1992 ratifiziert und sich damit zu Schutz und Erhalt seiner Welterbestätten verpflichtet.

Schutz des Welterbes Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen in Österreich

Gefährdung: Für die Siedlungsreste ist vor allem Erosion eine Gefahr, etwa durch Strömung, Sportboote, Schiffsverkehr und Baumaßnahmen. Ankern, Tauchen, Schwimmen, Angeln und illegales Absammeln beschädigen die Fundstellen ebenso. Im Keutschacher See wedeln Zander in der Laichzeit Gruben in die Kuppe der Untiefe und legen Pfähle und Kulturschicht frei.

Monitoring: Seit 2013 überwacht das Kuratorium Pfahlbauten die fünf österreichischen Welterbestätten durch ein regelmäßiges unterwasserarchäologisches Monitoring. Es dokumentiert den Erhaltungszustand, analysiert Gefährdungen und dient als Grundlage für Schutzmaßnahmen. Auch Pfahlbausiedlungen außerhalb des Welterbes werden regelmäßig überwacht.

Ankerverbote und Ankerbojen: Für den Attersee hat die Bezirkshauptmannschaft Vöcklabruck 2016 ein Ankerverbot für die Bereiche um die Pfahlbaufundstellen erlassen; an den Welterbestätten vor Abtsdorf und Litzlberg sind die ankerfreien Zonen beschildert. Am Mondsee wurden 2024 auf Initiative des Kuratoriums Pfahlbauten und des Bundesdenkmalamtes die Denkmalschutzzonen um See am Mondsee, Mooswinkel und Scharfling zu ankerfreien Bereichen erklärt. Seit 2015 werden Ankerbojen am Attersee mit Zwischenbojen umgerüstet, damit ihre Ketten nicht mehr am Seegrund schleifen; die erste vollständige Umrüstung erfolgte in Litzlberg Süd.

Schutzabdeckungen: Im Keutschacher See werden besonders gefährdete Flächen seit 2019 mit Erosionsschutzmatten gesichert, großflächig mit einem Geflecht aus Basaltgewebe. Im markierten Bereich der Fundstelle ist das Fischen untersagt; Angelhaken und Anker können die Schutzabdeckungen aus dem Verband reißen. Informationen zu ankerfreien Zonen und zur Fischerei stehen unter Ankerfreie Zonen und Infomaterial.

Das Welterbe Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen in Österreich erleben

Fundstellen: Die Fundstellen liegen unter Wasser und sind für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Am besten schützt man sie, indem man die Bereiche um die Fundstellen meidet und ankerfreie Zonen, Tauchverbote und Bojenmarkierungen beachtet.

Pfahlbau-Pavillons in Oberösterreich: Drei Informationspavillons erzählen vom Leben in den Pfahlbausiedlungen und ihrer Erforschung: in Seewalchen an der Agerbrücke, in Attersee am Attersee im Park an der nördlichen Promenade und in Mondsee an der Promenade im Almeida Park.

Welterbefenster Keutschach: Im Gemeindeamt Keutschach am See zeigt eine interaktive Vitrine originale Fundstücke aus der Welterbestätte im Keutschacher See, ergänzt durch Texte, Spiele und Videos.

Sammlungen und PfahlbauKompass: Funde aus den österreichischen Pfahlbauten liegen unter anderem im Naturhistorischen Museum Wien, im kärnten.museum, bei der OÖ Landes-Kultur GmbH, im Museum Mondsee, an der Universität Wien und in den Heimathäusern Schörfling und Vöcklabruck. Im Projekt „Aufgetaucht – Die digitalen Pfahlbauten“ wurden über 300 Fundstücke digitalisiert; sie sind als 3D-Modelle im PfahlbauKompass zu sehen. Alle Angebote stehen unter Pfahlbauten erleben.

Abgrenzung des Welterbes Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen

Welterbe und österreichischer Anteil: Das Welterbe umfasst 111 Fundstellen in sechs Staaten. Die fünf österreichischen Fundstellen sind ein Teil davon, kein eigenes Welterbe.

Welterbestätten und andere Pfahlbauten: Von den 29 in Österreich bekannten Pfahlbau-Fundstellen gehören nur Abtsdorf I, Abtsdorf III, Litzlberg Süd, See am Mondsee und Keutschach zum Welterbe. Fundstellen wie Seewalchen, Mooswinkel, Scharfling, Traunkirchen am Traunsee oder die Kapuziner Insel im Wörthersee sind nicht Teil des Welterbes, stehen aber in der Regel ebenfalls unter Denkmalschutz.

Pfahlbauten und Seeufersiedlungen: „Pfahlbauten“ ist die gebräuchliche Bezeichnung für urgeschichtliche Siedlungen aus Holzhäusern auf Pfählen an See- und Flussufern und in Mooren; die Fachsprache nennt sie auch Seeufer- oder Feuchtbodensiedlungen. Rekonstruktionen und Pavillons an Land sind Vermittlungsangebote, nicht das Welterbe.

Kuratorium und Welterbe: Das Kuratorium Pfahlbauten betreut den österreichischen Teil des Welterbes und gibt diese Website heraus. Die internationale Website palafittes.org betreibt die International Coordination Group für das gesamte Welterbe.

Management des Welterbes Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen in Österreich

Das Kuratorium Pfahlbauten ist die Trägerorganisation für das nationale Management des Welterbes in Österreich. Im Vorstand sorgen Vertreter:innen des zuständigen Bundesministeriums (derzeit des Bundesministeriums für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport), der Länder Oberösterreich und Kärnten sowie der Wissenschaft gemeinsam mit der Geschäftsführung für Strategie und Kontrolle der Managementziele. Die Geschäftsführung hat ihren Sitz im Naturhistorischen Museum Wien; Site Manager:innen in Oberösterreich und Kärnten sind direkte Ansprechpersonen vor Ort. Das Kuratorium ist zugleich der österreichische Partner in der International Coordination Group, die das Welterbe gemeinsam mit Deutschland, Frankreich, Italien, Slowenien und der Schweiz betreut.

Kuratorium Pfahlbauten
Trägerorganisation des nationalen Managements des Welterbes in Österreich; Verein nach österreichischem Recht (ZVR 971204336) mit Sitz in Wien; Medieninhaber dieser Website
International Coordination Group UNESCO Palafittes
Transnationales Management des Welterbes durch die sechs beteiligten Staaten; Sitz der Koordination in der Schweiz
Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport
Fördergeber des nationalen Welterbemanagements seit 2012; Vorsitz im Vorstand
Amt der Oberösterreichischen Landesregierung, Abteilung Kultur
Fördergeber des nationalen Welterbemanagements seit 2012; im Vorstand vertreten
Amt der Kärntner Landesregierung, Abteilung 14 – Kunst und Kultur
Fördergeber des nationalen Welterbemanagements seit 2012; im Vorstand vertreten
Naturhistorisches Museum Wien
Sitz der Geschäftsführung in der Prähistorischen Abteilung; Infrastruktur und Kooperation in Forschung und Vermittlung; im Vorstand vertreten
OÖ Landes-Kultur GmbH
Projektpartnerin seit 2015, gemeinsam mit dem Kuratorium Pfahlbauten Trägerin des Forschungsprojekts „Zeitensprung“; im Vorstand vertreten
kärnten.museum
Kooperation in Forschung und Vermittlung; im Vorstand vertreten
Bundesdenkmalamt
Denkmalbehörde; Partner bei Ankerverbot, denkmalgerechten Ankerbojen und Schutzmaßnahmen
Österreichische UNESCO-Kommission
Kooperationspartnerin des Kuratoriums Pfahlbauten

Ansprechpersonen und Vorstand

Mag. Cyril Dworsky
Geschäftsführer; Nationales Management, Welterbe und Entwicklung; Kuratorium Pfahlbauten, Wien
Helena Seidl da Fonseca MA
Stellvertretende Geschäftsführerin; Forschung, GIS, Vermittlung; Kuratorium Pfahlbauten, Wien
Fiona Leipold BA
Nationales Management; Public Relations, Presse, Community Management, Vermittlung; Kuratorium Pfahlbauten, Wien
Mag. Henrik Pohl
Site Manager Oberösterreich; Denkmalschutz und Forschung; Kuratorium Pfahlbauten, Attersee am Attersee
Dr. Lieselore Meyer
Site Managerin Kärnten; Vermittlung und Veranstaltungen; Kuratorium Pfahlbauten, Keutschach am See
Mag.a Ruth Pröckl
Vorsitzende des Vorstands; Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport
Mag. Laurin Holzleitner
Stellvertretender Vorsitzender des Vorstands; Amt der Oberösterreichischen Landesregierung, Direktion Kultur
MMag. Brigitte Winkler-Komar
Stellvertretende Vorsitzende des Vorstands; Amt der Kärntner Landesregierung, Direktion Kultur
Univ.-Doz. Dr. Paul Gleirscher
Mitglied des Vorstands; Landesmuseum Kärnten
Dr.in Jutta Leskovar PhD
Mitglied des Vorstands; OÖ Landes-Kultur GmbH
Dr. Karina Grömer
Mitglied des Vorstands; Prähistorische Abteilung des Naturhistorischen Museums Wien

Weitere Partner in Forschung und Vermittlung, darunter Universitäten, Gemeinden, Museen und Vereine, nennt die Seite Kooperationen. Telefonnummern und E-Mail-Adressen des Teams stehen auf der Seite Kontakt.

Kontakt zum Welterbe Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen

Allgemeine Anfragen zum Welterbe Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen in Österreich beantwortet das Kuratorium Pfahlbauten in Wien.

Anschrift
Kuratorium Pfahlbauten
c/o NHM – Naturhistorisches Museum Wien, Prähistorische Abteilung
Burgring 7
1010 Wien
Österreich
Telefon
+43 1 52177 295
E-Mail
info@pfahlbauten.at
Site Management Oberösterreich
Kuratorium Pfahlbauten
Nußdorfer Straße 15
4864 Attersee am Attersee
Site Management Kärnten
Kuratorium Pfahlbauten
c/o Gemeindeamt Keutschach am See
Keutschach 1
9074 Keutschach am See
Kontaktformular
Kontakt

Häufige Fragen zum Welterbe Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen

Was ist das Welterbe Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen?

Das Welterbe Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen ist ein transnationales, serielles UNESCO-Welterbe aus 111 urgeschichtlichen Pfahlbausiedlungen in Österreich, Deutschland, Frankreich, Italien, Slowenien und der Schweiz. Die Siedlungsreste stammen aus der Zeit von etwa 5000 bis 500 v. Chr. und liegen überwiegend unter Wasser.

Seit wann sind die Pfahlbauten UNESCO-Welterbe?

Die UNESCO hat die Prähistorischen Pfahlbauten um die Alpen 2011 nach den Kriterien (iv) und (v) in die Welterbeliste eingetragen.

Welche Pfahlbauten in Österreich gehören zum Welterbe?

Fünf Fundstellen: Abtsdorf I und Abtsdorf III (Gemeinde Attersee am Attersee) und Litzlberg Süd (Gemeinde Seewalchen am Attersee) im Attersee, See am Mondsee (Gemeinde Unterach am Attersee) im Mondsee sowie Keutschach im Keutschacher See in Kärnten.

Wie viele Pfahlbauten gibt es in Österreich?

In Österreich sind 29 Pfahlbau-Fundstellen an sechs Seen bekannt. Fünf davon gehören zum UNESCO-Welterbe; die übrigen stehen in der Regel ebenfalls unter Denkmalschutz.

Wie alt sind die Pfahlbauten in Österreich?

Die meisten österreichischen Seeufersiedlungen wurden zwischen 4000 und 3500 v. Chr. besiedelt. Als älteste gilt die Welterbestätte im Keutschacher See, dendrochronologisch auf 3947/46 v. Chr. datiert; Abtsdorf I stammt aus der Bronzezeit um 1650 v. Chr.

Kann man die Pfahlbauten besichtigen?

Die Fundstellen liegen unter Wasser und sind für die Öffentlichkeit nicht zugänglich; über der Wasseroberfläche ist in den meisten Fällen nichts zu sehen. Drei Pfahlbau-Pavillons in Seewalchen, Attersee am Attersee und Mondsee, das Welterbefenster im Gemeindeamt Keutschach am See, mehrere Museen und der PfahlbauKompass mit über 300 Fundstücken als 3D-Modellen vermitteln das Welterbe.

Warum darf man bei den Pfahlbauten nicht ankern?

Anker und schleifende Ankerketten zerstören die Siedlungsreste im Seegrund. Deshalb gelten am Attersee seit 2016 und am Mondsee seit 2024 Ankerverbote rund um die Pfahlbaufundstellen; im Keutschacher See ist das Fischen im markierten Bereich der Fundstelle untersagt.

Wer betreut das Welterbe Pfahlbauten in Österreich?

Das Kuratorium Pfahlbauten ist die Trägerorganisation für das nationale Management des Welterbes in Österreich. Im Vorstand sind das Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport, die Länder Oberösterreich und Kärnten sowie die Wissenschaft vertreten; Geschäftsführer ist Cyril Dworsky.

Wie erreiche ich das Kuratorium Pfahlbauten?

Das Kuratorium Pfahlbauten ist unter c/o NHM – Naturhistorisches Museum Wien, Prähistorische Abteilung, Burgring 7, 1010 Wien, unter +43 1 52177 295 und per E-Mail an info@pfahlbauten.at erreichbar. Site Management Büros gibt es in Attersee am Attersee und in Keutschach am See.

Weiterführende Seiten zum Welterbe Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen

Quellen und Stand der Angaben zum Welterbe Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen

Zuletzt redaktionell geprüft am . Die Angaben werden mindestens halbjährlich geprüft und bei Änderungen an Fundstellen, Schutzzonen, Welterbemanagement oder Kontaktdaten sofort aktualisiert. Verantwortlich für die Pflege ist das Kuratorium Pfahlbauten.

Alle Angaben auf dieser Seite stammen aus den folgenden Seiten und Downloads dieser Website, der Seite der Österreichischen UNESCO-Kommission, der Website der International Coordination Group und dem Eintrag in der UNESCO-Welterbeliste. News, Veranstaltungen und Projektmeldungen stehen bewusst nicht auf dieser Seite, weil sie laufend dazukommen.