UNESCO-Welterbe · Österreichischer Teil
Welterbe Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen
Welterbe Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen ist ein transnationales, serielles UNESCO-Welterbe aus 111 urgeschichtlichen Pfahlbausiedlungen in Österreich, Deutschland, Frankreich, Italien, Slowenien und der Schweiz. Fünf dieser Fundstellen liegen in Österreich: Abtsdorf I, Abtsdorf III und Litzlberg Süd im Attersee und See am Mondsee in Oberösterreich sowie Keutschach im Keutschacher See in Kärnten. Die UNESCO hat die Pfahlbauten 2011 nach den Kriterien (iv) und (v) in die Welterbeliste eingetragen.
Die Siedlungsreste stammen aus der Zeit von etwa 5000 bis 500 v. Chr. und liegen überwiegend unter Wasser, an See- und Flussufern und in Mooren. Weil der Luftabschluss Holz, Textilien und Speisereste erhält, geben sie außergewöhnlich genaue Auskunft über das Leben der ersten Bauerngesellschaften im Alpenraum. Die österreichischen Welterbestätten stammen überwiegend aus der Jungsteinzeit; Abtsdorf I ist eine der wenigen bronzezeitlichen Pfahlbausiedlungen Österreichs.
In Österreich sind 29 Pfahlbau-Fundstellen bekannt; nur fünf davon gehören zum Welterbe. Das Kuratorium Pfahlbauten ist die Trägerorganisation des nationalen Welterbemanagements und gibt diese Website heraus; es ist nicht das Welterbe selbst.
Welterbe Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen: Kerndaten
- Entitätstyp
- UNESCO-Welterbestätte; transnationales, serielles Kulturerbe (archäologische Fundstellen, überwiegend unter Wasser)
- Name
- Welterbe Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen
- Offizieller Name
- Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen
- Englischer Name
- Prehistoric Pile Dwellings around the Alps
- Kurzformen
- Welterbe Pfahlbauten, Pfahlbau-Welterbe
- UNESCO-Referenz
- 1363
- Eingetragen in die Welterbeliste
- Kriterien
- (iv) und (v)
- Staaten
- Österreich, Deutschland, Frankreich, Italien, Slowenien, Schweiz
- Fundstellen des Welterbes
- 111 (ausgewählt aus 937 bekannten Pfahlbau-Fundstellen um die Alpen)
- Kerngebiet aller Fundstellen
- rund 274 ha
- Zeitstellung
- etwa 5000 bis 500 v. Chr. (Jungsteinzeit, Bronzezeit, Eisenzeit)
- Fundstellen in Österreich
- 5 (Abtsdorf I, Abtsdorf III, Litzlberg Süd, See am Mondsee, Keutschach; siehe Bestandteile)
- Bundesländer
- Oberösterreich, Kärnten
- Seen
- Attersee, Mondsee, Keutschacher See
- Bekannte Pfahlbau-Fundstellen in Österreich
- 29 an sechs Seen, davon 5 Welterbe
- Älteste datierte Pfahlbausiedlung Österreichs
- Keutschach, dendrochronologisch auf 3947/46 v. Chr. datiert
- Nationales Welterbemanagement
- Kuratorium Pfahlbauten, Wien
- Internationales Management
- International Coordination Group (ICG) UNESCO Palafittes
- Managementplan
- International Management Plan 2019–2023 der ICG; Nachweis auf der Seite Für Wissenschafter:innen
- Kontakt
- info@pfahlbauten.at
- Website
- pfahlbauten.at
- Sprache der Website
- Deutsch
- Zuletzt redaktionell geprüft
Fundstellen des Welterbes Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen in Österreich
Das Welterbe besteht aus 111 einzelnen Fundstellen; nur in ihnen kommt der außergewöhnliche universelle Wert zum Tragen. Jede Fundstelle ist von einer Pufferzone umgeben, die nicht Teil des Welterbes ist, die Siedlungsreste aber vor Eingriffen schützt. Über der Wasseroberfläche ist an den Fundstellen in den meisten Fällen nichts zu sehen.
Die Tabellen nennen die fünf österreichischen Fundstellen mit den Angaben der jeweiligen Fundstellenseite. Alle 29 bekannten österreichischen Fundstellen zeigt die Seite Fundstellen.
- Kerngebiet aller 111 Fundstellen
- rund 274 ha
- Fundstellen in Österreich zusammen
- 1,96 ha (Summe der Angaben in der Tabelle)
- Pufferzonen in Österreich
- Je Fundstelle zwischen 1,90 ha (See am Mondsee) und 139,50 ha (Keutschach); für Abtsdorf I und Abtsdorf III jeweils 87,60 ha
- Weitere Fundstellen
- 24 bekannte Pfahlbau-Fundstellen in Österreich gehören nicht zum Welterbe; sie stehen in der Regel unter Denkmalschutz und werden ebenfalls überwacht
Oberösterreich
| Fundstelle | Gemeinde und See | Zeitstellung | Fläche / Pufferzone | Beschreibung |
|---|---|---|---|---|
| Abtsdorf I | Attersee am Attersee Attersee |
Bronzezeit, um 1650 v. Chr. | 0,60 ha / 87,60 ha | Seit 1963 bekannt; eine der wenigen Pfahlbausiedlungen Österreichs aus der Bronzezeit, im Übergang von der frühen zur mittleren Bronzezeit. Liegt in 2,1 bis 2,8 m Wassertiefe auf einer Untiefe vor der Landzunge Teufelsbrücke. |
| Abtsdorf III | Attersee am Attersee Attersee |
Jungsteinzeit, Mondsee-Gruppe | 0,08 ha / 87,60 ha | Seit 1979 bekannt; eine der kleinsten Pfahlbausiedlungen Österreichs mit wohl nur wenigen Häusern, die nur kurze Zeit bewohnt waren. Die Siedlungsreste sind von einer schützenden Schicht aus Seekreide bedeckt. |
| Litzlberg Süd | Seewalchen am Attersee Attersee |
Jungsteinzeit, Mondsee-Gruppe | 0,40 ha / 61,00 ha | 1904 entdeckt und erst bei systematischen Prospektionen der Tauchergruppe UTC-Wels im Auftrag des Bundesdenkmalamtes wiedergefunden; eine der am besten erhaltenen Pfahlbaufundstellen Österreichs. |
| See am Mondsee | Unterach am Attersee Mondsee |
Jungsteinzeit, Mondsee-Gruppe | 0,80 ha / 1,90 ha | Seit 1872 bekannt, entdeckt vom Heimatforscher Matthäus Much; namengebend für die Mondsee-Gruppe. Pfahlfeld von etwa 90 × 45 m in 1,8 bis 5 m Wassertiefe vor dem Ausfluss des Mondsees. |
Kärnten
| Fundstelle | Gemeinde und See | Zeitstellung | Fläche / Pufferzone | Beschreibung |
|---|---|---|---|---|
| Keutschach | Keutschach am See Keutschacher See |
Jungsteinzeit, 3947/46 v. Chr.; Kanzianiberg-Lasinja-Gruppe | 0,08 ha / 139,50 ha | 1864 entdeckt; erste bekannte und älteste datierte Pfahlbausiedlung Österreichs und einziges UNESCO-Welterbe Kärntens. Liegt auf einer ehemaligen Insel, heute einer Untiefe mitten im See. |
Außergewöhnlicher universeller Wert des Welterbes Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen
Welterbestätten müssen von außergewöhnlichem universellem Wert sein und mindestens eines von zehn Kriterien erfüllen. Die Prähistorischen Pfahlbauten um die Alpen sind nach den Kriterien (iv) und (v) eingetragen; der Wortlaut folgt der Seite der Österreichischen UNESCO-Kommission. Allgemeines zur Welterbekonvention steht auf der Seite UNESCO-Welterbe.
- Kriterium (iv)
- Die Fundstätten der Pfahlbauten stellen eine der wichtigsten archäologischen Quellen für die Erforschung der frühen Agrargesellschaften in Europa zwischen 5000 und 500 v. Chr. dar. Die Bedingungen unter Wasser haben organisches Material erhalten, das in außergewöhnlicher Weise zum Verständnis bedeutender Veränderungen in der neolithischen und bronzezeitlichen Geschichte Europas und der Beziehungen zwischen den Regionen im Alpenraum beiträgt.
- Kriterium (v)
- Die Fundstätten geben einen außerordentlichen und detailreichen Einblick in die Siedlungen und die Siedlungsstruktur frühbäuerlicher Gemeinschaften an Seeufern in den alpinen und subalpinen Regionen Europas über fast 5000 Jahre. Sie zeigen, wie diese Gesellschaften mit ihrer Umwelt umgingen, auf neue Technologien reagierten und auf Klimaveränderungen antworteten.
Zeitstellung und Forschungsgeschichte des Welterbes Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen in Österreich
Zeitstellung: Die meisten österreichischen Seeufersiedlungen stammen aus der späten Jungsteinzeit und wurden überwiegend zwischen 4000 und 3500 v. Chr. besiedelt, in einer Phase, die auch als Kupferzeit bezeichnet wird. Manche Pfahlbausiedlungen reichen bis in die Bronzezeit zwischen 1800 und 1500 v. Chr.; die letzten Ausläufer bilden vereinzelte Stationen aus der Eisenzeit von 800 bis 100 v. Chr. Als älteste Pfahlbausiedlung Österreichs gilt die Welterbestätte im Keutschacher See, dendrochronologisch auf 3947/46 v. Chr. datiert. Noch ältere Spuren menschlicher Aktivität haben neue Forschungen in der Bucht von Seewalchen am Attersee nachgewiesen.
Mondsee-Gruppe: Die meisten jungsteinzeitlichen Fundstellen in Oberösterreich gehören zur Mondsee-Gruppe, einer archäologischen Kulturgruppe der Kupferzeit im 4. Jahrtausend v. Chr. Namengebend ist die Welterbestätte See am Mondsee. Typisch sind schwarze Tongefäße mit weiß inkrustierten Ornamenten wie Wellen, Sonnen und Dreiecken.
Forschungsgeschichte: Die Pfahlbausiedlung im Keutschacher See wurde 1864 als erste in Österreich entdeckt, die Station See am Mondsee 1872 durch Matthäus Much. Auf die Entdeckung der Pfahlbauten folgte im 19. Jahrhundert ein „Pfahlbaufieber“, bei dem vor allem auffällige Funde mit heute fragwürdigen Methoden geborgen wurden. Nach den Forschungen der 1980er Jahre unter Johann Offenberger wurde die Unterwasserarchäologie in Österreich lange vernachlässigt. Seit 2015 erforscht das Projekt „Zeitensprung“ der OÖ Landes-Kultur GmbH und des Kuratoriums Pfahlbauten die Seeufersiedlungen am Attersee und Mondsee mit modernen Methoden.
Erhaltung: In feuchten Böden, in Seen und Mooren verhindert der Luftabschluss die Verwitterung organischer Stoffe wie Holz, Textilien oder Speisereste. Wo Pfosten bei Landgrabungen nur noch als Bodenverfärbung erkennbar sind, ragen unter Wasser noch ganze Holzpfähle aus dem Seegrund. Dendrochronologie und Radiokarbonmethode erlauben dadurch genaue Datierungen.
Eintragung des Welterbes Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen
Eintragung: Die UNESCO hat die Prähistorischen Pfahlbauten um die Alpen 2011 als transnationales, serielles Weltkulturerbe in die Welterbeliste eingetragen. Ausgewählt wurden 111 Fundstellen aus 937 bekannten Pfahlbau-Fundstellen in Österreich, Deutschland, Frankreich, Italien, Slowenien und der Schweiz; ihr Kerngebiet umfasst zusammen rund 274 ha. Grundlage war das gemeinsame Nominierungsdossier der sechs Staaten, das auf der Seite Für Wissenschafter:innen zum Download steht.
Österreichischer Anteil: Fünf der 111 Fundstellen liegen in Österreich: drei im Attersee und eine im Mondsee in Oberösterreich sowie eine im Keutschacher See in Kärnten. Die Österreichische UNESCO-Kommission bezeichnet sie als das einzige österreichische Welterbe unter Wasser.
Internationale Zusammenarbeit: Das Welterbe wird von nationalen Managementorganisationen in den sechs Staaten betreut, die zusammen die International Coordination Group (ICG) bilden. Gemeinsame Grundlage ist der International Management Plan 2019–2023. Österreich hat die Welterbekonvention 1992 ratifiziert und sich damit zu Schutz und Erhalt seiner Welterbestätten verpflichtet.
Schutz des Welterbes Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen in Österreich
Gefährdung: Für die Siedlungsreste ist vor allem Erosion eine Gefahr, etwa durch Strömung, Sportboote, Schiffsverkehr und Baumaßnahmen. Ankern, Tauchen, Schwimmen, Angeln und illegales Absammeln beschädigen die Fundstellen ebenso. Im Keutschacher See wedeln Zander in der Laichzeit Gruben in die Kuppe der Untiefe und legen Pfähle und Kulturschicht frei.
Monitoring: Seit 2013 überwacht das Kuratorium Pfahlbauten die fünf österreichischen Welterbestätten durch ein regelmäßiges unterwasserarchäologisches Monitoring. Es dokumentiert den Erhaltungszustand, analysiert Gefährdungen und dient als Grundlage für Schutzmaßnahmen. Auch Pfahlbausiedlungen außerhalb des Welterbes werden regelmäßig überwacht.
Ankerverbote und Ankerbojen: Für den Attersee hat die Bezirkshauptmannschaft Vöcklabruck 2016 ein Ankerverbot für die Bereiche um die Pfahlbaufundstellen erlassen; an den Welterbestätten vor Abtsdorf und Litzlberg sind die ankerfreien Zonen beschildert. Am Mondsee wurden 2024 auf Initiative des Kuratoriums Pfahlbauten und des Bundesdenkmalamtes die Denkmalschutzzonen um See am Mondsee, Mooswinkel und Scharfling zu ankerfreien Bereichen erklärt. Seit 2015 werden Ankerbojen am Attersee mit Zwischenbojen umgerüstet, damit ihre Ketten nicht mehr am Seegrund schleifen; die erste vollständige Umrüstung erfolgte in Litzlberg Süd.
Schutzabdeckungen: Im Keutschacher See werden besonders gefährdete Flächen seit 2019 mit Erosionsschutzmatten gesichert, großflächig mit einem Geflecht aus Basaltgewebe. Im markierten Bereich der Fundstelle ist das Fischen untersagt; Angelhaken und Anker können die Schutzabdeckungen aus dem Verband reißen. Informationen zu ankerfreien Zonen und zur Fischerei stehen unter Ankerfreie Zonen und Infomaterial.
Das Welterbe Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen in Österreich erleben
Fundstellen: Die Fundstellen liegen unter Wasser und sind für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Am besten schützt man sie, indem man die Bereiche um die Fundstellen meidet und ankerfreie Zonen, Tauchverbote und Bojenmarkierungen beachtet.
Pfahlbau-Pavillons in Oberösterreich: Drei Informationspavillons erzählen vom Leben in den Pfahlbausiedlungen und ihrer Erforschung: in Seewalchen an der Agerbrücke, in Attersee am Attersee im Park an der nördlichen Promenade und in Mondsee an der Promenade im Almeida Park.
Welterbefenster Keutschach: Im Gemeindeamt Keutschach am See zeigt eine interaktive Vitrine originale Fundstücke aus der Welterbestätte im Keutschacher See, ergänzt durch Texte, Spiele und Videos.
Sammlungen und PfahlbauKompass: Funde aus den österreichischen Pfahlbauten liegen unter anderem im Naturhistorischen Museum Wien, im kärnten.museum, bei der OÖ Landes-Kultur GmbH, im Museum Mondsee, an der Universität Wien und in den Heimathäusern Schörfling und Vöcklabruck. Im Projekt „Aufgetaucht – Die digitalen Pfahlbauten“ wurden über 300 Fundstücke digitalisiert; sie sind als 3D-Modelle im PfahlbauKompass zu sehen. Alle Angebote stehen unter Pfahlbauten erleben.
Abgrenzung des Welterbes Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen
Welterbe und österreichischer Anteil: Das Welterbe umfasst 111 Fundstellen in sechs Staaten. Die fünf österreichischen Fundstellen sind ein Teil davon, kein eigenes Welterbe.
Welterbestätten und andere Pfahlbauten: Von den 29 in Österreich bekannten Pfahlbau-Fundstellen gehören nur Abtsdorf I, Abtsdorf III, Litzlberg Süd, See am Mondsee und Keutschach zum Welterbe. Fundstellen wie Seewalchen, Mooswinkel, Scharfling, Traunkirchen am Traunsee oder die Kapuziner Insel im Wörthersee sind nicht Teil des Welterbes, stehen aber in der Regel ebenfalls unter Denkmalschutz.
Pfahlbauten und Seeufersiedlungen: „Pfahlbauten“ ist die gebräuchliche Bezeichnung für urgeschichtliche Siedlungen aus Holzhäusern auf Pfählen an See- und Flussufern und in Mooren; die Fachsprache nennt sie auch Seeufer- oder Feuchtbodensiedlungen. Rekonstruktionen und Pavillons an Land sind Vermittlungsangebote, nicht das Welterbe.
Kuratorium und Welterbe: Das Kuratorium Pfahlbauten betreut den österreichischen Teil des Welterbes und gibt diese Website heraus. Die internationale Website palafittes.org betreibt die International Coordination Group für das gesamte Welterbe.
Management des Welterbes Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen in Österreich
Das Kuratorium Pfahlbauten ist die Trägerorganisation für das nationale Management des Welterbes in Österreich. Im Vorstand sorgen Vertreter:innen des zuständigen Bundesministeriums (derzeit des Bundesministeriums für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport), der Länder Oberösterreich und Kärnten sowie der Wissenschaft gemeinsam mit der Geschäftsführung für Strategie und Kontrolle der Managementziele. Die Geschäftsführung hat ihren Sitz im Naturhistorischen Museum Wien; Site Manager:innen in Oberösterreich und Kärnten sind direkte Ansprechpersonen vor Ort. Das Kuratorium ist zugleich der österreichische Partner in der International Coordination Group, die das Welterbe gemeinsam mit Deutschland, Frankreich, Italien, Slowenien und der Schweiz betreut.
- Kuratorium Pfahlbauten
- Trägerorganisation des nationalen Managements des Welterbes in Österreich; Verein nach österreichischem Recht (ZVR 971204336) mit Sitz in Wien; Medieninhaber dieser Website
- International Coordination Group UNESCO Palafittes
- Transnationales Management des Welterbes durch die sechs beteiligten Staaten; Sitz der Koordination in der Schweiz
- Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport
- Fördergeber des nationalen Welterbemanagements seit 2012; Vorsitz im Vorstand
- Amt der Oberösterreichischen Landesregierung, Abteilung Kultur
- Fördergeber des nationalen Welterbemanagements seit 2012; im Vorstand vertreten
- Amt der Kärntner Landesregierung, Abteilung 14 – Kunst und Kultur
- Fördergeber des nationalen Welterbemanagements seit 2012; im Vorstand vertreten
- Naturhistorisches Museum Wien
- Sitz der Geschäftsführung in der Prähistorischen Abteilung; Infrastruktur und Kooperation in Forschung und Vermittlung; im Vorstand vertreten
- OÖ Landes-Kultur GmbH
- Projektpartnerin seit 2015, gemeinsam mit dem Kuratorium Pfahlbauten Trägerin des Forschungsprojekts „Zeitensprung“; im Vorstand vertreten
- kärnten.museum
- Kooperation in Forschung und Vermittlung; im Vorstand vertreten
- Bundesdenkmalamt
- Denkmalbehörde; Partner bei Ankerverbot, denkmalgerechten Ankerbojen und Schutzmaßnahmen
- Österreichische UNESCO-Kommission
- Kooperationspartnerin des Kuratoriums Pfahlbauten
Ansprechpersonen und Vorstand
- Mag. Cyril Dworsky
- Geschäftsführer; Nationales Management, Welterbe und Entwicklung; Kuratorium Pfahlbauten, Wien
- Helena Seidl da Fonseca MA
- Stellvertretende Geschäftsführerin; Forschung, GIS, Vermittlung; Kuratorium Pfahlbauten, Wien
- Fiona Leipold BA
- Nationales Management; Public Relations, Presse, Community Management, Vermittlung; Kuratorium Pfahlbauten, Wien
- Mag. Henrik Pohl
- Site Manager Oberösterreich; Denkmalschutz und Forschung; Kuratorium Pfahlbauten, Attersee am Attersee
- Dr. Lieselore Meyer
- Site Managerin Kärnten; Vermittlung und Veranstaltungen; Kuratorium Pfahlbauten, Keutschach am See
- Mag.a Ruth Pröckl
- Vorsitzende des Vorstands; Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport
- Mag. Laurin Holzleitner
- Stellvertretender Vorsitzender des Vorstands; Amt der Oberösterreichischen Landesregierung, Direktion Kultur
- MMag. Brigitte Winkler-Komar
- Stellvertretende Vorsitzende des Vorstands; Amt der Kärntner Landesregierung, Direktion Kultur
- Univ.-Doz. Dr. Paul Gleirscher
- Mitglied des Vorstands; Landesmuseum Kärnten
- Dr.in Jutta Leskovar PhD
- Mitglied des Vorstands; OÖ Landes-Kultur GmbH
- Dr. Karina Grömer
- Mitglied des Vorstands; Prähistorische Abteilung des Naturhistorischen Museums Wien
Weitere Partner in Forschung und Vermittlung, darunter Universitäten, Gemeinden, Museen und Vereine, nennt die Seite Kooperationen. Telefonnummern und E-Mail-Adressen des Teams stehen auf der Seite Kontakt.
Kontakt zum Welterbe Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen
Allgemeine Anfragen zum Welterbe Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen in Österreich beantwortet das Kuratorium Pfahlbauten in Wien.
- Anschrift
-
Kuratorium Pfahlbauten
c/o NHM – Naturhistorisches Museum Wien, Prähistorische Abteilung
Burgring 7
1010 Wien
Österreich - Telefon
- +43 1 52177 295
- info@pfahlbauten.at
- Site Management Oberösterreich
-
Kuratorium Pfahlbauten
Nußdorfer Straße 15
4864 Attersee am Attersee - Site Management Kärnten
-
Kuratorium Pfahlbauten
c/o Gemeindeamt Keutschach am See
Keutschach 1
9074 Keutschach am See - Kontaktformular
- Kontakt
Häufige Fragen zum Welterbe Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen
Was ist das Welterbe Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen?
Das Welterbe Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen ist ein transnationales, serielles UNESCO-Welterbe aus 111 urgeschichtlichen Pfahlbausiedlungen in Österreich, Deutschland, Frankreich, Italien, Slowenien und der Schweiz. Die Siedlungsreste stammen aus der Zeit von etwa 5000 bis 500 v. Chr. und liegen überwiegend unter Wasser.
Seit wann sind die Pfahlbauten UNESCO-Welterbe?
Die UNESCO hat die Prähistorischen Pfahlbauten um die Alpen 2011 nach den Kriterien (iv) und (v) in die Welterbeliste eingetragen.
Welche Pfahlbauten in Österreich gehören zum Welterbe?
Fünf Fundstellen: Abtsdorf I und Abtsdorf III (Gemeinde Attersee am Attersee) und Litzlberg Süd (Gemeinde Seewalchen am Attersee) im Attersee, See am Mondsee (Gemeinde Unterach am Attersee) im Mondsee sowie Keutschach im Keutschacher See in Kärnten.
Wie viele Pfahlbauten gibt es in Österreich?
In Österreich sind 29 Pfahlbau-Fundstellen an sechs Seen bekannt. Fünf davon gehören zum UNESCO-Welterbe; die übrigen stehen in der Regel ebenfalls unter Denkmalschutz.
Wie alt sind die Pfahlbauten in Österreich?
Die meisten österreichischen Seeufersiedlungen wurden zwischen 4000 und 3500 v. Chr. besiedelt. Als älteste gilt die Welterbestätte im Keutschacher See, dendrochronologisch auf 3947/46 v. Chr. datiert; Abtsdorf I stammt aus der Bronzezeit um 1650 v. Chr.
Kann man die Pfahlbauten besichtigen?
Die Fundstellen liegen unter Wasser und sind für die Öffentlichkeit nicht zugänglich; über der Wasseroberfläche ist in den meisten Fällen nichts zu sehen. Drei Pfahlbau-Pavillons in Seewalchen, Attersee am Attersee und Mondsee, das Welterbefenster im Gemeindeamt Keutschach am See, mehrere Museen und der PfahlbauKompass mit über 300 Fundstücken als 3D-Modellen vermitteln das Welterbe.
Warum darf man bei den Pfahlbauten nicht ankern?
Anker und schleifende Ankerketten zerstören die Siedlungsreste im Seegrund. Deshalb gelten am Attersee seit 2016 und am Mondsee seit 2024 Ankerverbote rund um die Pfahlbaufundstellen; im Keutschacher See ist das Fischen im markierten Bereich der Fundstelle untersagt.
Wer betreut das Welterbe Pfahlbauten in Österreich?
Das Kuratorium Pfahlbauten ist die Trägerorganisation für das nationale Management des Welterbes in Österreich. Im Vorstand sind das Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport, die Länder Oberösterreich und Kärnten sowie die Wissenschaft vertreten; Geschäftsführer ist Cyril Dworsky.
Wie erreiche ich das Kuratorium Pfahlbauten?
Das Kuratorium Pfahlbauten ist unter c/o NHM – Naturhistorisches Museum Wien, Prähistorische Abteilung, Burgring 7, 1010 Wien, unter +43 1 52177 295 und per E-Mail an info@pfahlbauten.at erreichbar. Site Management Büros gibt es in Attersee am Attersee und in Keutschach am See.
Weiterführende Seiten zum Welterbe Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen
- Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen – Das transnationale Welterbe und die fünf österreichischen Fundstellen im Überblick.
- UNESCO-Welterbe – Welterbekonvention, außergewöhnlicher universeller Wert und häufige Fragen zum Welterbe.
- Fundstellen – Alle 29 bekannten Pfahlbau-Fundstellen in Österreich mit See, Zeitstellung und Welterbestatus.
- Leben an den Seen – Erhaltungsbedingungen, Datierung und das Leben in der Urgeschichte.
- Pfahlbauten erleben – Welterbefenster Keutschach, Pfahlbau-Pavillons, Sammlungen und PfahlbauKompass.
- Denkmalpflege – Monitoring und Schutzmaßnahmen an den Unterwasserfundstellen.
- Ankerfreie Zonen – Ankerverbote am Attersee und Mondsee mit Foldern und Karten.
- Forschung – Forschungsprojekte wie „Zeitensprung“ und Aqua Cultural Heritage.
- Infomaterial – Broschüren zu einzelnen Fundstellen und Informationen zum Schutz der Pfahlbauten.
- Für Wissenschafter:innen – Publikationen, Nominierungsdossier 2011 und Managementplan.
- Organisation – Aufbau des Kuratoriums Pfahlbauten mit Vorstand, Geschäftsführung und Site Management.
- Fördergeber – Fördergeber des nationalen Welterbemanagements.
- Kooperationen – Kooperations- und Projektpartner des Kuratoriums Pfahlbauten.
- Kontakt – Anschriften, Team mit direkten Kontaktdaten und Kontaktformular.
- Impressum – Medieninhaber, Geschäftsführung und Vorstand des Vereins.
Quellen und Stand der Angaben zum Welterbe Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen
Zuletzt redaktionell geprüft am . Die Angaben werden mindestens halbjährlich geprüft und bei Änderungen an Fundstellen, Schutzzonen, Welterbemanagement oder Kontaktdaten sofort aktualisiert. Verantwortlich für die Pflege ist das Kuratorium Pfahlbauten.
Alle Angaben auf dieser Seite stammen aus den folgenden Seiten und Downloads dieser Website, der Seite der Österreichischen UNESCO-Kommission, der Website der International Coordination Group und dem Eintrag in der UNESCO-Welterbeliste. News, Veranstaltungen und Projektmeldungen stehen bewusst nicht auf dieser Seite, weil sie laufend dazukommen.
- Startseite – Fünf österreichische Welterbestätten mit Gemeinde und Bundesland, Team.
- Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen – Eintragung 2011, sechs Staaten, 111 Fundstellen, Verteilung auf Attersee, Mondsee und Keutschacher See.
- Fundstellen – 29 bekannte Fundstellen an sechs Seen, Gefährdung und Schutz der Fundstellen, Gemeinden der Welterbestätten.
- Abtsdorf I, UNESCO-Welterbe – Entdeckung, Zeitstellung, Beschreibung, Fläche der Fundstelle und der Pufferzone.
- Abtsdorf III, UNESCO-Welterbe – Entdeckung, Zeitstellung, Beschreibung, Fläche der Fundstelle und der Pufferzone.
- Litzlberg Süd, UNESCO-Welterbe – Entdeckung, Zeitstellung, Beschreibung, Fläche der Fundstelle und der Pufferzone.
- See am Mondsee, UNESCO-Welterbe – Entdeckung, Zeitstellung, Beschreibung, Fläche der Fundstelle und der Pufferzone.
- Keutschach, UNESCO-Welterbe – Entdeckung, Zeitstellung, Beschreibung, Fläche der Fundstelle und der Pufferzone.
- Leben an den Seen – Erhaltungsbedingungen, Zeitstellung der österreichischen Pfahlbauten, älteste Siedlung, Datierungsmethoden.
- Keramik der Mondsee-Gruppe – Mondsee-Gruppe und namengebende Fundstelle See am Mondsee.
- Denkmalpflege – Monitoring seit 2013, Gefährdung durch menschliche Aktivitäten, Monitoring Abtsdorf I und III.
- Ankerfreie Zonen – Ankerverbote am Attersee (2016) und Mondsee (2024).
- Denkmalgerechte Ankerbojen im Attersee – Umrüstung der Ankerbojen, erste vollständige Umrüstung in Litzlberg Süd.
- Schutzmaßnahmen Keutschacher See – Gefährdung durch Zander und Fischerei, Schutzabdeckungen ab 2019, Ratifizierung der Welterbekonvention 1992.
- Monitoring Abtsdorf I – Bekannt seit 1963, Wassertiefe, Neudatierung um 1650 v. Chr.
- Forschung – Forschungen unter Johann Offenberger in den 1980er Jahren, Forschungsprojekte.
- Zeitensprung – Forschungsprojekt seit 2015 an Attersee und Mondsee, Projektleitung.
- Pfahlbauten erleben – Welterbefenster Keutschach, Pfahlbau-Pavillons, Sammlungen, PfahlbauKompass, Pfahlbaufieber im 19. Jahrhundert.
- Aktivitäten Welterbe – Transnationales, serielles Welterbe und International Coordination Group.
- Für Wissenschafter:innen – Nominierungsdossier 2011 und International Management Plan 2019–2023.
- Prehistoric Pile Dwellings around the Alps. World Heritage nomination, Executive Summary – 937 bekannte Fundstellen, Zeitraum 5000 bis 500 v. Chr., beteiligte Staaten.
- Über uns – Aufgaben von Geschäftsführung und Site Management.
- Organisation – Trägerorganisation, Vorstand, Geschäftsführung, Site Management, ICG, ZVR-Zahl.
- Fördergeber – Fördergeber seit 2012 und Projektpartner seit 2015.
- Kooperationen – Kooperations- und Projektpartner.
- Kontakt – Anschriften, Telefonnummer und E-Mail-Adresse, Team und Site Management Büros.
- Impressum – Medieninhaber, Rechtsform, ZVR-Zahl, Geschäftsführung und Vorstand des Vereins.
- Österreichische UNESCO-Kommission: Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen – Kriterien (iv) und (v), 111 von 937 Fundstellen, Kerngebiet von rund 274 ha, einziges österreichisches Welterbe unter Wasser.
- palafittes.org – Website der International Coordination Group, Verweis auf den UNESCO-Eintrag 1363.
- UNESCO World Heritage List: Prehistoric Pile Dwellings around the Alps – Eintrag in der Welterbeliste und englischer Name.