Leben am See - Was uns die Pfahlbauten verraten

Culture Connected 2023/2024 

Im Schuljahr 2023/24 beschäftigen sich die Schüler:innen der dritten und vierten Klassen mit den Lebensbedingungen der Menschen vor 6000 Jahren in der Pfahlbausiedlung am Keutschacher See, die zum UNESCO-Welterbe Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen gehört. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage: Welche Ressourcen und Materialien haben die Menschen genutzt? Woraus haben sie ihre Häuser gebaut, ihre Werkzeuge, Geräte und Kleidung gefertigt? Wie sind die Menschen mit ihren Ressourcen umgegangen und gab es schon so etwas die „Recycling“ in der Urgeschichte?

In Workshops mit dem Kuratorium Pfahlbauten und weiteren Expert:innen lernen die Schüler:innen, wie die Menschen vor 6000 Jahren gelebt, welche Materialien sie verwendeten und wie mit Ressourcen umgegangen wurde. Die Beschäftigung mit den Lebensbedingungen der Urgeschichte soll den Schüler:innen einen neuen Blick auf die eigenen Lebensumstände ermöglichen und zum Nachdenken anregen. 

Dabei werden sie auch selbst tätig. Die Schüler:innen erproben in den Workshops urgeschichtliche Handwerkstechniken, bauen eine Wand aus Haselnussruten, arbeiten mit Textilien und basteln urgeschichtliche Musikinstrumente aus recycelten und Naturmaterialien. 

Beim Workshop „Urgeschichtliche Kleidung“ können sie urgeschichtliche Bekleidung anprobieren und lernen die Herstellungstechniken kennen. Mit einer Kräuterexpertin besuchen sie den Steinzeitgarten Keutschach, lernen essbare Kräuter kennen und zu verarbeiten. 

Beim Workshop „Recycling in der Urgeschichte“, der vom Kulturpartner durchgeführt wird, lernen die Schüler:innen, wie mit Rohstoffen und Abfällen zur Zeit der Pfahlbauten umgegangen wurde. Im Rahmen des Projektes besuchen die Schüler:innen das interaktive „Welterbefenster“ im Gemeindeamt Keutschach und entdecken so selbstständig die Funde aus der urgeschichtlichen Siedlung im Keutschacher See.

Die Workshops mit dem Kulturpartner und den „Expert:innen“ finden in der Projektwoche vom 3. bis 7. Juni 2023 im Freien auf dem Gelände vor der Schule statt. Im Projekt gibt es einen ständigen Austausch zwischen Schule und Kulturpartner. Diese enge Zusammenarbeit bietet Raum, um auf spezielle Anregungen und Wünsche einzugehen.

Bei einem kleinen Abschlussfest präsentieren die Schüler:innen was sie über das Leben in der Urgeschichte gelernt haben. Sie zeigen und erklären ihre Werkstücke den Schüler:innen der anderen Klassen der Volksschule Keutschach und den Gästen. So werden sie als Welterbebotschafter:innen tätig und vermitteln das UNESCO-Welterbe Pfahlbauten. 

Ziele: 

Die Schüler:innen lernen das UNESCO-Welterbe Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen kennen.

Die Schüler:innen lernen Techniken der Urgeschichte kennen und können verschiedenes Handwerk selbst ausprobieren.

Die Schüler:innen beschäftigen sich mit der Frage der Ressourcennutzung in der Jungsteinzeit und werden so angeregt, über den heutigen Umgang mit den Dingen und Ressourcen nachzudenken. 

Die Schüler:innen der dritten und vierten Klassen werden durch die erlernten Inhalte zu „Welterbebotschafter:innen“ und werden dazu ermutigt, ihr Wissen und ihre Erfahrungen weiterzugeben und selbst zu vermitteln. 

Projektleitung: 

 Mag. Dr. Lieselore Meyer

Fördergeber:

Culture connected 

Projektpartner:

VS Keutschach

Verein Pfahlbauten Seental Keutschach – Freunde des Welterbes 

Fördergeber

 
Das Kuratorium Pfahlbauten wurde im Jahr 2012 von Bund und Ländern ins Leben gerufen, um den österreichischen Teil des internationalen UNESCO-Welterbes „Prehistoric Pile Dwellings around the Alps“ stellvertretend für die Republik Österreich zu betreuen.

Die Fördergeber sind:

Partner und Sponsoren

   
Das UNESCO-Welterbe „Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen“ wird unterstützt durch: