23.10.2019 - 14:00

Informationsnachmittag zu den Schutzmaßnahmen im Keutschacher See. 

 

Fact Sheet: UNESCO-Welterbe „Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen“ in Österreich

Pfahlbaustätten auf der UNESCO-Welterbeliste und beteiligte Länder

111 Fundstellen, eingetragen in die UNESCO-Welterbeliste 2011. Beteiligt sind 6 Länder - Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich, Schweiz, Slowenien.

Anzahl und Standorte der Pfahlbaustätten auf der Liste des UNESCO Welterbes in Österreich

Insgesamt 5
Attersee/Oberösterreich
3: Abtsdorf I und Abtsdorf III (Gemeinde Attersee am Attersee) und Litzlberg Süd (Marktgemeinde Seewalchen am Attersee)
Mondsee/Oberösterreich
1: See am Mondsee (Marktgemeinde Mondsee)
Keutschacher See/Kärnten
1: Keutschacher See (Gemeinde Keutschach am See)

Besonderheiten der UNESCO Welterbestätten

Die zum UNESCO-Welterbe gehörende Fundstelle Abtsdorf I am Attersee (OÖ) kann als eine von nur wenigen Pfahlbaufundstellen in Österreich eindeutig in die Bronzezeit eingeordnet werden. Diese Fundstelle bietet außerdem wichtige Einblicke in die Entwicklung der Umwelt am Attersee. Die Radiocarbondatierung der Fundschichten belegt ihr Bestehen im 17./16. Jahrhundert v.Chr.

Die zum UNESCO-Welterbe gehörenden Pfahlbausiedlung von Abtsdorf III am Attersee (OÖ) gehört zu den kleinsten Pfahlbausiedlungen in Österreich. Sie war wahrscheinlich nur für einen kurzen Zeitraum bewohnt und bietet in Verbindung mit den benachbarten Fundstellen von Abtsdorf I und Abtsdorf II gute Voraussetzungen für die Erforschung von Dorfentwicklungen zur Zeit der Pfahlbauten.

Die UNESCO-Welterbe-Pfahlbauten im Keutschacher See (KT) wurde nicht nur als erste Siedlung im Jahr 1864 entdeckt, sondern sie gehören auch zu den der ältesten Pfahlbausiedlungen in Österreich. Die ersten Bauwerke auf der damaligen Insel inmitten des Sees müssen anhand der Datierung der hölzernen Pfähle spätestens um 3947 v.Chr. errichtet worden sein.

Die zum UNESCO-Welterbe gehörenden Pfahlbauten in Litzlberg Süd am Attersee (OÖ) gehören zu den am besten erhaltenen Pfahlbaufundstellen in Österreich. Aufgrund der besonders guten Konservierung der im Seeboden verborgenen archäologischen Reste ist die Fundstätte ein herausragendes Archiv für naturwissenschaftliche Untersuchungen.

Die UNESCO-Welterbe-Pfahlbauten von See am Mondsee (OÖ) bilden die namengebende Fundstätte der sogenannten Mondsee Gruppe, die generell in das 4. Jahrtausend v. Chr. eingeordnet werden kann. Aus See am Mondsee stammen die reichhaltigsten Funde von österreichischen Pfahlbauten und wichtige Erkenntnisse zu den weitreichenden Handelskontakten ihrer Bewohnerinnen und Bewohner.

Fördergeber

 
Das Kuratorium Pfahlbauten wurde im Jahr 2012 von Bund und Ländern ins Leben gerufen, um den österreichischen Teil des internationalen UNESCO-Welterbes „Prehistoric Pile Dwellings around the Alps“ stellvertretend für die Republik Österreich zu betreuen.

Die Fördergeber sind:

Partner und Sponsoren

   
Das UNESCO-Welterbe „Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen“ wird unterstützt durch: